das ist Cuckolding!

Ficke einen anderen und demütige mich damit

– das ist Cuckolding!

 

Um diesen Text zu beginnen, gewähre ich euch einen Einblick in einen privaten Chat, den ich in der letzten Woche mit einem unverschämt gutaussehenden Typen in einem Online-Sex-Portal führte.

„Du bist eine aufregende Frau…“
Danke, Baby. Vielleicht können wir uns ja mal auf einen Drink treffen? Ich würde dich gern kennenlernen.“
Gern. Aber ich sollte dir vorher noch etwas sagen. Ich habe eine ganz besondere Vorliebe. Ich stehe auf Cuckolding.“

Cuck-was?

Als ich den Begriff „Cuckolding“ in diesem Moment zum ersten Mal las, war ich ein wenig durcheinander. Vielleicht, weil ich auf den ersten Blick „Cock-Holding“ las, also „Schwanz-Halten“, und ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, was daran aufregend sein soll, einen Penis festzuhalten. Ihn sich in die Pussy zu stecken oder kleine Schweinereien mit ihm anzustellen – wundervoll! Aber einfach nur festhalten? Langweilig. Dann sah ich genauer hin. „Cuckolding“ stand da. Nicht „Cock-Holding“. Dummerchen!

Ich ließ mir mit meiner Reaktion auf das Geständnis meines Galans Zeit, denn ich wollte zunächst selbst herausfinden, was es mit dieser offensichtlich pikanten Begrifflichkeit auf sich hat.

Das Wort Cuckold bezeichnet einen devot veranlagten Mann, dem es Lust bereitet, wenn seine Partnerin sexuellen Kontakt zu anderen Männern pflegt. Laut Info auf JOYclub.de kann dieses Verhalten auf einem Minderwertigkeitskomplex beruhen. In vielen Fällen, so die Casual Dating Site, basieren Cuckolding Phantasien, ob nun ausgelebt oder nicht, häufig darauf, dass der Mann einen zu kleinen Penis habe und seine Partnerin nicht ausreichend befriedigen könne. Aber wer weiß schon immer so genau, woher unsere kleinen Perversionen eigentlich kommen… Hauptsache, sie sind da und machen uns glücklich. Oder etwa nicht?

Woher der Begriff „Cuckold“ oder „Cuckolding“ kommt, ist dagegen klar – aus dem Tierreich. Cuckold leitet sich dabei vom englischen Wort für Kuckuck, also „Cuckoo“ oder französisch „Coucou“ ab und bezieht sich auf die Angewohnheit des Kuckuckweibchens, anderen Vögeln seine Eier zur Brut unterzuschieben. Übertragen auf die menschliche Spezies bedeutet das: Eine umtriebige Frau schiebt dem eigenen Mann ein Kuckuckskind unter, also ein Kind, das sie mit einem anderen gezeugt hat, und demütigt auf diese Weise den braven Herrn Gemahl.

Und genau darum geht es den sogenannten Cucks oder Cux, den Anhängern des Cuckolding – um die sexuelle Demütigung durch die eigene Frau, die ihre Befriedigung im Sex mit anderen Liebhabern findet und dies offen und im Einverständnis mit ihrem Partner auslebt. Oft unterstützt der Cuckold die außerehelichen oder außerpartnerschaftlichen Beziehungen der Liebsten, ist während des Liebesspiels mit dem Lover oder den anderen Stechern zugegen, agiert als williger Sklave und als Statist, und nicht zuletzt als Voyeur.

Könnt ihr euch das vorstellen? Zu beobachten, wie die Liebste es mit einem Fremden treibt? Dieses Stechen im Herzen zu spüren und dennoch nicht einzugreifen? Oder aber umgekehrt dabei zuzusehen, wie der Traummann mit traurigen Augen in der Ecke sitzt, während er einem anderen und mir beim geilen Liebesspiel zusieht? Nein, mein Fall wäre das nicht, ganz gleich, von welcher Seite aus ich es auch betrachte.

Nichtsdestotrotz führen Menschen, die diese Form der Beziehung leben, laut eigenen Aussagen meist eine vertrauensvolle Partnerschaft, in der sie emotionale und nicht zuletzt sexuelle Erfüllung finden. Warum sollten sie sonst zusammen bleiben?

Was genau sich hinter den verschlossenen Türen einer solchen Partnerschaft ereignet, ist natürlich so individuell wie die Beteiligten selbst. Ob es sich nur um Phantasien handelt, ob man seine Neigungen tatsächlich auslebt und ob der Cuckold eine masochistische Neigung hat und vielleicht auch in einer SM-Beziehung lebt, ist ganz unterschiedlich. In diesem Punkt möchte ich mich vor Allgemeinerungen hüten. Viel lieber würde ich von euch wissen: Cuckolds anwesend? Ist euch diese Neigung vertraut? Und wenn ja, was habt ihr damit bisher erlebt?

Doch noch einmal zurück zu meinem Online-Flirt. Ich antwortete ihm, dass mir diese Spielart neu sei und ich bezweifeln würde, dass ich damit glücklich werden könne. Er schickte mir einen Smilie zurück und schrieb dann, dass sich dieses Geständnis auf seine Partnerschaften beziehe. Dass er manchmal auch einfach nur gern ficke. Und dass er dabei so gar nicht devot sei. Jackpot!

 

Quelle:  amaroticnews.com

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